Escape Your Mind

23 August 2005

Yummy Mummys

Aha, neuerdings gibt es auch schon Organisationen, die die konservativen Werte der Frau in ein besseres Licht rücken wollen, um ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Und weil sich Hausfrau so altmodisch und lasch anhört, haben sich die Damen gleich einen neuen Begriff für ihre Tätigkeit ausgedacht, nämlich den der "Yummy Mummy". Unterstützt werden die Frauen auch vom TV. Beziehungsweise von Produzenten, die Geld scheffeln wollen. "Desperate Housewives" heisst die neue Kultserie aus den USA, die in Deutschland mittlerweile schon 3 Millionen Zuschauer hat. Ich frage mich wirklich, warum - offensichtlich - so viele Frauen immer einen "Anreiz" brauchen, um an sich zu glauben und zu dem zu stehen, was sie tun. Und wieso sollte der Ruf einer -neudeutsch- "Yummy Mummy" so schlecht sein, wie Marie-Theres Kroetz-Relin das ihren Leserinnen eintrichtern will? Sie verallgemeinert und schert alle über einen Kamm. Sie versucht etwas zu bekämpfen, das sie selbst schafft. Nämlich ein Minderwertikeitsgefühl. Ich sehe auch Parallelen zwischen "Desperate Housewives" und "Sex and the City" ... Plötzlich fingen alle Frauen an, wahnisnnig offen untereinander über Sex und Männer zu reden. Ich will nicht abstreiten, dass das mit Sicherheit viele von den Zuschauerinnen vorher schon getan haben, jedoch machte sich der Konsum dieser Serie im Verhalten durchaus bemerkbar. Liebe Frauen, wenn euch solche Organisationen und Serien helfen, selbstbewusster zu sein und an euch zu glauben, dann unterstützt/schaut sie und schiebt den Verantwortlichen die Kohle in den Hintern. Eine bessere Alternative wäre meiner Meinung nach einfach ein gesundes Selbstbewusstsein. Inspiriert vom Trendbüro-Newsletter.